Gravity Crash (PS3, 2009)





Arcade-Shooter waren in den 80er Jahren das wohl populärste Genre überhaupt. In fremden Galaxien musste man sich über ein horizontal oder vertikal scrollendes Spielfeld durch Wogen von bösartigen Aliens kämpfen, nur zwei Ziele vor Augen: Die Rettung der Welt und eine möglichst gute Platzierung auf den Highscore-Listen. Der Playstation Network-Titel „Gravity Crash“ ist ein kleines Remake in der Tradition von „Thrust oder „Gravity Force“ und wir waren erfreut, als man uns die Gelegenheit gegeben hat diesen Titel testen zu dürfen. In diesem Sinne: Helm auf, Luken dicht und ab in den Weltraum.

Gravity Crash

Das Spielprinzip ist eigentlich schnell erklärt: In der luftleeren Atmosphäre verschiedener Planeten muss man sich gegen feindliche Aliens zur Wehr setzen, möglichst viele derer Bauten und Basen vernichten und dabei die eigenen Leute retten. Gesteuert wird das eigene Raumschiff, welches bewusst an die guten alten Spielhallen-Hits erinnert, mit dem Steuerkreuz. Angetrieben vom Schub über die X-Taste navigiert man so durch den Raum. Knifflig daran ist, dass es keine Bremse gibt, man muss also durch das Prinzip von Schub und Gegenschub und geschickte Navigation versuchen nirgends anzudocken, denn entgegen dem Titel des Spiels sind zuviele Crashes keines wegs förderlich, sondern führen zum Ende. Die Steuerung hat es dabei durchaus in sich und verlangt etwas Übung und Fingerspitzengefühl, allerdings ist die Lernkurve angenehm gehalten. Zu Beginn gibt es nur wenig Feinde und einfache Mission, erst nach einigen Missionen kommen Gegner hinzu die auch mal das Feuer eröffnen und gegen die man sich dann auch tunlichst zur Wehr setzen sollte…

Neben einer klassischen Laserkanonen erwarten den Spieler auch diverse Upgrades und Power-Ups in Form von zielsuchenden Raketen, Plasmakanonen und allem, was den futuristische Waffenmarkt sonst noch so hergibt. Ein weiteres Hindernis auf dem Weg zur Highscorelisten-Topplatzierung sind die recht engen, teilweise vertrackten Landschaften und Grotten, die man durchfliegen muss. Meist liegen irgendwelche Missionsziele wie bestimmte Bauten die man zerstören muss oder Crewmitglieder, die es zu retten gilt in der hintersten Ecke eines Gebiets, welches nur schwerlich zu erreichen ist. Auch hier benötigt man viel Fingerspitzengefühl und manchmal auch eine Portion Grips.

Die Optik des Spiels ist natürlich an die Shooter vergangener Tage angelehnt, doch man sollte sich nicht täuschen lassen. Dank Full-HD Auflösung mit 1080p sieht man jedes Detail gestochen scharf, so dass man sich kaum traut von „pixeliger Grafik“ zu sprechen. In der Tat sind die Special Effects wie Explosionen und Druckwellen auch deutlich aus unserer Zeit und wirklich nett anzusehen. Den Flair der Shoot em up-Spiele der 80er konnte man dabei trotzdem noch einfangen, so dass es der Spieleschmiede „Just add water“ durchaus gelungen ist einen guten Mix aus alt und neu zu finden. Gleiches gilt auch für die Soundeffekte, die das Spielgeschehen prima untermalen.

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